Klang-Mobile

15 Jul

Eines kam noch sträflich zu kurz auf unseren Seiten. Dabei handelt es sich um einen treuen Begleiter, das bei jedem Wetter vor dem „Cagespielhaus“ ausharrte und mitmachte: Corinna Gassauers Klang-Mobile. Hier ist es noch an seinem angstammten Platz in Aktion zu sehen, bevor es morgen in den Hof der Staatsoper umzieht:

Finale

15 Jul

Heute gehen wir in die letzte Runde, zum Abschluss haben wir heute neben einer Diskussionsrunde (und keine Angst, es klingt steifer, als es wird) noch einmal Reinhild Hoffmanns wunderbare Produktion Solo mit Sofa  auf dem Programm.

Außerdem werden noch einige Songbooks zu sehen sein, unter anderem mit Alexandra Schulz, Friederike Harmsen und Nicholas Isherwood. Damit die Wehmut ob es des Abschieds nicht zu groß wird, haben wir hier  eine kleine Anekdote von Nicholas für euch:

Meditation

13 Jul

Heute abend könnt ihr was für eure Entspannung tun: um 20.00 h gibt es Meditation mit Abt Shi Yongchuan (Shaolinkloster Berlin).

 

Jens Schroth im Chat mit Kultura-Extra…

12 Jul

… über seinen Auftritt als phonograph player in der Europera 3, über I-Ging  und über das „Happening“ in der Staatsoper lest ihr hier: 

http://www.kultura-extra.de/musik/feull/interview_jens_schroth_cage100.php

Bewegte Bilder

11 Jul

(c) Stephanie Lehmann

Zur gestrigen Premiere der Europeras 3 & 4 hatten wir ein Team des rbb zu Gast, den Beitrag könnt ihr in der Mediathek ansehen:

http://mediathek.rbb-online.de/rbb-fernsehen/rbb-aktuell/staatsoper-ehrt-john-cage?documentId=11093848

 

»Wie Duchamp möchte ich die Unterschiede zwischen Kunst und Leben, zwischen Lehrer und Schüler, zwischen Darsteller und Betrachter aufheben.«

11 Jul

John Cage

Tonight: Europeras 3 & 4

10 Jul

Heute Abend um 18.00 h erlebt ihr auf unserer Werkstattbühne die Premiere der Europeras 3 & 4 unter der Leitung von Sophia Simitzis und Isabel Ostermann.

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Zu hören sind unter anderem Alfredo Daza, Carola Höhn, Katharina Kammerloher, Esther Lee, Paul O`Neill, Gyula Orendt, René Pape, Jennifer Riedel und Roman Trekel.

Weitere Vorstellungen gibts es am 11. und 12. Juli.

Cage’sches Wochenende

9 Jul

Heute Abend gibt es leider kein Programm in der Werkstatt: Die Europeras werden eingerichtet und die Generalprobe findet statt.

Wir haben hier die schönsten Eindrücke vom Wochenende für euch:

 

Skizzenbuch meets Songbooks

9 Jul

Am Freitag war der Künstler Rolf Schroeter bei uns und hat den Abend in seinem Skizzenbuch festgehalten. Da wir die Zeichnungen toll finden, wollen wir sie euch nicht vorenthalten:

http://skizzenblog.rolfschroeter.com/?p=2397

What about… 1912?

8 Jul

Wenn die Rede auf das Jahr 1912 kommt, so ist es vor allem ein Ereignis, das Eingang ins kollektive Gedächtnis gefunden hat: der Untergang der »Titanic«. Als Vorbote kommender Katastrophen wurde er gedeutet, als ein Zeichen, dass der Mensch die Natur eben doch nicht zähmen und sich untertan machen könne, als Dämpfer für ungebremste Technikgläubigkeit.

1912 war ein bewegtes Jahr, ohne Zweifel. Auch und gerade für die Musik. Komponisten kamen und gingen, neue Werke wurden mit Applaus oder Unverständnis aufgenommen. 1912 beendete Richard Strauss die Erstfassung seiner Oper »Ariadne auf Naxos« als geistreiches Nachspiels zu Molières ebenso geistreichen »Bürger als Edelmann«. Max Reger komponierte, immerhin schon als sein op. 125, eine »Romantische Suite« für Orchester, angeregt von Gedichten Joseph von Eichendorffs. 1912 schrieb aber auch Schönberg seinen »Pierrot lunaire«, Alban Berg seine »Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskarten-Texten von Peter Altenberg« und Alban Berg seine ultrakurzen »Fünf Stücke für Orchester«. Bei einem Konzert im folgenden Jahr im Wiener Musikverein sollten diese drei Komponisten mit ihren für ein Großteil des Publikums irritierenden Werken einen veritablen Skandal auslösen – wie übrigens auch Igor Strawinsky, der 1912 an seinem epochalen »Sacre du Printemps« arbeitete, einem der Gründungsdokumente einer dezidiert »Neuen Musik«. Geschaffen war die Partitur für Sergej Diaghilews legendären »Ballets russes«, die 1912 Maurice Ravels stimmungsvolles Tanzstück »Daphnis et Chloë« aus der Taufe hoben. Zudem trat der junge Sergej Prokofjew mit seinem 1. Klavierkonzert und seiner motorisch-effektvollen Toccata für Klavier auf den Plan, sein russischer Kollege Alexander Skrjabin komponierte seine exzentrischen letzten Klaviersonaten und Ferruccio Busoni schrieb mit seiner »Sonatina seconda« ein Stück gänzlich ohne Ton- und Taktart. Man sieht, es passierte eine Menge in dieser Zeit, nicht zu vergessen auch der Beginn der Arbeit an Charles Ives’ »Universe Symphony« (bei der eine Vielzahl von Orchestern, Chören und Solisten sich in der Landschaft verteilen soll, um gemeinsam zu spielen und zu singen) und an Hans Pfitzners »Palestrina«, einer »Musikalischen Legende«, bei der die Kraft der Tradition noch einmal vehement beschworen wird.

Des Weiteren ist 1912 ein wahrhaft großer Dirigentenjahrgang:

Im Laufe dieses Jahres sollte man sich zumindest die Aufnahmen dieser »Großen Sechs« anhören, um sie zu würdigen: den unübertroffenen »Ring« unter Solti, die Tschaikowsky- und Strawinsky-Einspielungen von Markevich, die Bruckner-Sinfonien mit Celibidache und Wand, Opern mit Leinsdorf (»Die Walküre«, »Macbeth«, »Die tote Stadt«), Sanderlings Schostakowitsch und Sibelius … und dabei immer an 1912 denken.

Apropos 1912: In diesem Jahr werden auch zwei amerikanische Komponisten geboren, die man gewöhnlich als »Außenseiter« bezeichnet: Conlon Nancarrow heißt der eine, beschäftigt hat er sich vornehmlich mit elektromechanischen Selbstspielklavieren, für die er die sogenannten »Studies for Player-Piano« mit schier wahnwitzigen, nur von der Maschine richtig auszuführenden rhythmischen Vertracktheiten schrieb. Der andere ist kein anderer als John Cage, den zu charakterisieren eine Kunst für sich ist. Komponist war er sicherlich – mehr als 250 Stücke bezeugen das. Desgleichen aber auch begnadeter »Performer«, Ideen- und Impulsgeber. Und dazu noch passionierter Mykologe, wobei die Interessen und Aktivitäten kaum strikt voneinander zu trennen sind. Von Kalifornien zog es ihn nach New York, zuweilen auch nach Europa, 1912 von Vielen noch als der »Nabel der Welt« betrachtet. Die Olympischen Spiele fanden in diesem Jahr in Stockholm statt, zum vierten Mal auf europäischem Boden. Nur ein Mal hatte es zuvor eine Ausnahme gegeben: 1904 war ins amerikanische St. Louis eingeladen worden, um die Kräfte zu messen, etwa auf halbem Wege zwischen Cages erstem und letztem Wohnort. Ob er je dort war oder ob er das »Blaue Band« kannte, den Preis für die schnellste Atlantiküberquerung per Schiff, den einst auch die »Titanic« gewinnen wollte, entzieht sich der allgemeinen Kenntnis. Den Cage von 1912 dürfte das noch nicht interessiert haben – eher schon die Klänge und die Pilze.

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