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Finale

15 Jul

Heute gehen wir in die letzte Runde, zum Abschluss haben wir heute neben einer Diskussionsrunde (und keine Angst, es klingt steifer, als es wird) noch einmal Reinhild Hoffmanns wunderbare Produktion Solo mit Sofa  auf dem Programm.

Außerdem werden noch einige Songbooks zu sehen sein, unter anderem mit Alexandra Schulz, Friederike Harmsen und Nicholas Isherwood. Damit die Wehmut ob es des Abschieds nicht zu groß wird, haben wir hier  eine kleine Anekdote von Nicholas für euch:

Bewegte Bilder

11 Jul

(c) Stephanie Lehmann

Zur gestrigen Premiere der Europeras 3 & 4 hatten wir ein Team des rbb zu Gast, den Beitrag könnt ihr in der Mediathek ansehen:

http://mediathek.rbb-online.de/rbb-fernsehen/rbb-aktuell/staatsoper-ehrt-john-cage?documentId=11093848

 

What about… 1912?

8 Jul

Wenn die Rede auf das Jahr 1912 kommt, so ist es vor allem ein Ereignis, das Eingang ins kollektive Gedächtnis gefunden hat: der Untergang der »Titanic«. Als Vorbote kommender Katastrophen wurde er gedeutet, als ein Zeichen, dass der Mensch die Natur eben doch nicht zähmen und sich untertan machen könne, als Dämpfer für ungebremste Technikgläubigkeit.

1912 war ein bewegtes Jahr, ohne Zweifel. Auch und gerade für die Musik. Komponisten kamen und gingen, neue Werke wurden mit Applaus oder Unverständnis aufgenommen. 1912 beendete Richard Strauss die Erstfassung seiner Oper »Ariadne auf Naxos« als geistreiches Nachspiels zu Molières ebenso geistreichen »Bürger als Edelmann«. Max Reger komponierte, immerhin schon als sein op. 125, eine »Romantische Suite« für Orchester, angeregt von Gedichten Joseph von Eichendorffs. 1912 schrieb aber auch Schönberg seinen »Pierrot lunaire«, Alban Berg seine »Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskarten-Texten von Peter Altenberg« und Alban Berg seine ultrakurzen »Fünf Stücke für Orchester«. Bei einem Konzert im folgenden Jahr im Wiener Musikverein sollten diese drei Komponisten mit ihren für ein Großteil des Publikums irritierenden Werken einen veritablen Skandal auslösen – wie übrigens auch Igor Strawinsky, der 1912 an seinem epochalen »Sacre du Printemps« arbeitete, einem der Gründungsdokumente einer dezidiert »Neuen Musik«. Geschaffen war die Partitur für Sergej Diaghilews legendären »Ballets russes«, die 1912 Maurice Ravels stimmungsvolles Tanzstück »Daphnis et Chloë« aus der Taufe hoben. Zudem trat der junge Sergej Prokofjew mit seinem 1. Klavierkonzert und seiner motorisch-effektvollen Toccata für Klavier auf den Plan, sein russischer Kollege Alexander Skrjabin komponierte seine exzentrischen letzten Klaviersonaten und Ferruccio Busoni schrieb mit seiner »Sonatina seconda« ein Stück gänzlich ohne Ton- und Taktart. Man sieht, es passierte eine Menge in dieser Zeit, nicht zu vergessen auch der Beginn der Arbeit an Charles Ives’ »Universe Symphony« (bei der eine Vielzahl von Orchestern, Chören und Solisten sich in der Landschaft verteilen soll, um gemeinsam zu spielen und zu singen) und an Hans Pfitzners »Palestrina«, einer »Musikalischen Legende«, bei der die Kraft der Tradition noch einmal vehement beschworen wird.

Des Weiteren ist 1912 ein wahrhaft großer Dirigentenjahrgang:

Im Laufe dieses Jahres sollte man sich zumindest die Aufnahmen dieser »Großen Sechs« anhören, um sie zu würdigen: den unübertroffenen »Ring« unter Solti, die Tschaikowsky- und Strawinsky-Einspielungen von Markevich, die Bruckner-Sinfonien mit Celibidache und Wand, Opern mit Leinsdorf (»Die Walküre«, »Macbeth«, »Die tote Stadt«), Sanderlings Schostakowitsch und Sibelius … und dabei immer an 1912 denken.

Apropos 1912: In diesem Jahr werden auch zwei amerikanische Komponisten geboren, die man gewöhnlich als »Außenseiter« bezeichnet: Conlon Nancarrow heißt der eine, beschäftigt hat er sich vornehmlich mit elektromechanischen Selbstspielklavieren, für die er die sogenannten »Studies for Player-Piano« mit schier wahnwitzigen, nur von der Maschine richtig auszuführenden rhythmischen Vertracktheiten schrieb. Der andere ist kein anderer als John Cage, den zu charakterisieren eine Kunst für sich ist. Komponist war er sicherlich – mehr als 250 Stücke bezeugen das. Desgleichen aber auch begnadeter »Performer«, Ideen- und Impulsgeber. Und dazu noch passionierter Mykologe, wobei die Interessen und Aktivitäten kaum strikt voneinander zu trennen sind. Von Kalifornien zog es ihn nach New York, zuweilen auch nach Europa, 1912 von Vielen noch als der »Nabel der Welt« betrachtet. Die Olympischen Spiele fanden in diesem Jahr in Stockholm statt, zum vierten Mal auf europäischem Boden. Nur ein Mal hatte es zuvor eine Ausnahme gegeben: 1904 war ins amerikanische St. Louis eingeladen worden, um die Kräfte zu messen, etwa auf halbem Wege zwischen Cages erstem und letztem Wohnort. Ob er je dort war oder ob er das »Blaue Band« kannte, den Preis für die schnellste Atlantiküberquerung per Schiff, den einst auch die »Titanic« gewinnen wollte, entzieht sich der allgemeinen Kenntnis. Den Cage von 1912 dürfte das noch nicht interessiert haben – eher schon die Klänge und die Pilze.

Hier und Heute…

6 Jul

… und Morgen und Übermorgen und Überüberübermorgen und auch die 5 Tage danach: 

Vorfreude

4 Jul

Die Regisseurin Isabel Ostermann und der Dramaturg Jens Schroth erzählen uns, worauf sie sich bei Die Musik ist los – 100 Jahre Cage am meisten freuen:

Im Hof mit Klaus Schreiber…

3 Jul

Sarah Grahneis, Dramaturgie-Assistentin bei den Europeras und den Songbooks, im Gespräch mit dem Schauspieler Klaus Schreiber. Zu sehen ist Klaus Schreiber mit den Lectures about nothing von John Cage am 05., 06. und 07. Juli 2012.

Isabel Ostermann und die Pilze

29 Jun

Die Regisseurin Isabel Ostermann (Songbooks, Europera 4) über Pilze und das Programm der Cage-Werkstatt.

Der Diavortrag „After all nature is better than art…“ – John Cage und die Pilze von Dirk Wieschollek wird am 11. Juli um 20.00 Uhr und am 12. Juli um 22.00 Uhr zu sehen sein.

Begegnungen mit John Cage und seiner Musik

26 Jun

Nicholas Isherwood,  Bassbariton, singt in der Cage-Werkstatt unter anderem Ryoangi (10. Juli) und die Songbooks (05., 06., 08., 11., 13. & 14. Juli).

Lieblingssätze

20 Jun

Unser Dramaturg Jens Schroth über John Cage:

CAGE does CAGE

13 Jun

Die berühmte 4’33 von CAGE neu interpretiert:

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